SystemSUPPORT

Auf dieser Seite können Sie Anmerkungen, Kritik, Lob und Fragen zur "Wir sind evangelisch hinterlassen. Zudem finden Sie Nachrichten zu Systemupdates, Neuerungen im System und Tipps zur Benutzung.

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#rp16: Schreiben, malen, dokumentieren

Im Schulunterricht war das früher nicht gern gesehen, jetzt soll diese Technik mir helfen zu dokumentieren und zu memorieren? Die Rede ist von Sketchnotes, einfach Zeichnungen, die Gehörtes nicht in Worte, sondern in Symbole, kleine Portraits oder  geometrische Formen fassen.

Im passenden Workshop auf der re:publica 16 versuche ich, ein paar Grundformen auf Papier zu bringen (vgl. Bild) und muss umdenken. Aus geformten Sätzen werden unförmige Figuren. Aber: Gesichten lassen sich mit solch kleinen Zeichnungen wunderbar erzählen und kleben nicht an einzelnen Buchstaben. Warum statt Stichworten nicht einfach ein kleines Bild malen. Werner "Tiki" Küstenmacher hat es vorgemacht.

TIPP der Profis

Alle Strukturelemente sollten einen Standart haben: Überschriften in Großbuchstaben, Linien noch einmal nachziehen. Aufzählungen gerne mit verschiedenen Zeichen, je nach Art der Aufzählungen. Wichtiges immer in eigene Kästchen setzen und den Kasten erst malen, wenn die Worte dafür geschrieben sind. 

Sketchnotes lernen - Das Handbuch von Mike Rohde
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Bild: Gekritzel Kay Oppermann

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#rp16: Virtuelle Realität

Eines der übergreifenden Themen der re:bulica 2016 war Virtuelle Realität. Mit einer taucherbrillenähnlichen Vorrichtung und einem passenden Kopfhörer konnte jeder digitale Erlebnisjunkie in eine andere Welt eintauchen, die mit 360 Grad Kameras und Surround Sound erstellt wurden.

So richtig neu ist diese Technik allerdings nicht. Schon als Jugendlicher  (und das ist mehr als 30 Jahre her) konnte im im Phantasialand in Köln in einem 360 Grad Kino virtuelle in eine Achterbahn einsteigen oder auf einem Berggipfel stehen. Um nicht umzufallen, wenn die Achterbahn in die Tiefe saust, gab es damals Geländer und Warnungen: Einfach Ohren und Augen zu, dann ist der virtuelle Spuk vorbei.

Ausprobiert

Ich habe die virtuelle Realität natürlich ausprobiert. Am Stand des ZDF sah ich durch eine Brille mit einer Tiermaske einen Vulkanausbruch aus nächster Nähe. Beeindruckend. Der Film der Sendung Terra-x hatte genau wie andere kurze Sequenzen von Schauplätzen rund um den Globus das Ziel, Naturereignisse anschaulich zu machen und Empathie zu steigern.

Virtuelle Realität in Dokumentationen

Nicolas Chibac, Gründer des Hamburger Startups SpiceVR präsentierte auf der re:public einen kleine Drohne, die Filme in 360 Grad aufnehmen kann und an der Filmstudio auf der ganzen Welt großes Interesse haben. Eines seiner nächsten Projekte: Den Weg von Flüchtlingen  dokumentieren und besondere Szenen in der "Rundumtechnik" zu filmen. So sei der Moment der Begegnung mit Grenzkontrolleuren besonders gut geeignet, um die Möglichkeit eines schweifenden Blicks zu bieten. Gleichzeitig wies der Spezialist für Virtuelle Realität darauf hin, dass Aktionen rund um das Blickfeld des Betrachters schnell ermüden. Action in jeder Blickrichtung anzubieten sei auf Dauer keine Option, da sich das Hauptgeschehen zu 90 Prozent in einer Richtung ereigne.

TIPP

Um virtuelle Realität zu genießen reicht ein Handy und eine Adapterbrille, wie sie in jedem Elektronikmarkt angeboten wird. Auf der re:public führte der Elektronikdiscounter Saturn Brillen des Smartphoneherstellers Samsung mit den passenden Geräten vor. Zur Brille werden die Programme für das Smartphone in der Regel kostenlos geliefert. Einfache Universalbrillen für verschiedene Handys kosten ab 20 Euro.

Samsung VR-Brille | arte 360 Grad Reise | 
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Bild: Brillen mit 360 Grad Filme am Stand des ZDF, Bild: Kay Oppermann

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#rp16 Impressionen


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Bild: Kay Oppermann

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#rp16: Was darf ich im Netz und was nicht?

Post auf Twitter: Deutschland im Jahr 2030. Ein kleines blondes Kind steht auf einem Platz und ist umringt von dunkelhäutigen Frauen. Sie fragen: "Woher kommst Du denn?". Das von der CDU Bundestagsabgeordneten Erika Steinbach gepostete Foto hat verständlicherweise parteiübergreifend Empörung ausgelöst. Allerdings gefällt Beatrix von Storch anscheinend diese Zukunftsangst. Für ihre positive Reaktion auf dem Kurznachrichtendienst entschuldigt sich die AfD Politikerin damit, dass sie auf der Maus "ausgerutscht" sei.

Rechtliche Folgen hat der Tweet für beide nicht, obwohl das Bild eines skandinavischen Elternpaares in einem ganz anderen Zusammenhang aufgenommen und zweckentfremdet wurde. Erika Steinbach zu ihrer Verteidigung: "Das wurde doch schon millionenfach gepostet". - Gelächter in der Halle der re:public 2016 beim Forum der Berliner Rechtsanwälte Thorsten Feldmann und Henning Krieg. Wie bereits in den vergangenen Jahren stellen die beiden Medienjuristen diskussionswürdige Fälle von Rechtsverletzungen im Internet vor und haben auch schon das nächste parat.

Der Comedian Oliver Pocher postet ein Foto von 1live und schneidet dabei frech die Autorenkennung beim Foto ab. Der Sender reagiert statt mit einer Anzeige gewitzt: Er postet öffentlich den unteren Bildrand und bittet Pocher, diesen wieder "anzukleben".

Essen fotografieren?

Essen fotografieren und das Foto auf Instagram posten - ein Trend der auch juristische Folgen haben könnte. Manche Abmahnanwälte sehen das kunstvoll zubereitete Essen als Kunstwerk mit einer bestimmten Schöpfungshöhe an, so dass nicht nur das Foto selbst Urheberrechtsschutz genießt, sondern auch das "Kulinarische Kunstwerk" selbst. Weniger umstritten: Die auf Wikipedia zur freien Verfügung gestellten Bilder müssen bei Verwendung korrekt zitiert werden. Dabei hilft ab sofort ein "Lizenzhinweisgenerator", der bei Eingabe der URL eines in der Wikimedia-Bibliothek hinterlegten Bildes den korrekten Lizenzhinweis ausspuckt. Ausprobieren!
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Bild: Screenshot Lizenhinweisgenerator

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#rp16: Hass im internet

Oder: Was passiert, wenn jeder mit jedem digital über Politik redet, Statements einer Podiumsdiskussion über Hassattacken im Netz und den Umgang damit.

Frank Richter ist seit 2009 Direktor der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung. "In unserer Gesellschaft muss jeder Idiot damit rechnen mit einem vernünftigen Argument konfrontiert zu werden." sagt der schon seit 1989 in der damaligen DDR politische engagierte Philosoph und Theologe. "Wenn man sich in einem Raum setzt und miteinander spricht, braucht man sich nicht digital prügeln."

Im Internet sei leicht erlebbar, wie dünn die zivilisatorische Decke ist. Dabei vermisst Richter vor allem die Fähigkeit zur Emphatie und zum Perspektivwechsel und beklagt, dass in politischen Diskussionen immer weniger Emphaqtiefähigkeit zu beobachten sei.

In der gleichen Diskussion fragt die für Spiegel online tätige Journalistin Carline Mohr ob eine journalistische Ausbildung für die Moderation von hasserfüllten Kommentaren im Netz ausreiche. Hier seien doch eher Konfliktmanager und Sozialpädagogen gefragt... Macht das pöbeln Spaß? Die Runde verneint. Vielmehr seien unterdrückte Affekte im Spiel.

Ein Theaterstück unter verbalem Beschuss

Mit seinem Stück FEAR hat sich der Theaterregisseur und Dramatiker Falk Richter sehr kritisch mit den Führungspersonen von AfD und Pegida auseinandergesetzt. Seine Erfahrung: AfD und Pegida halten Kritik überhaupt nicht aus.

Gegen ihn und sein Stück wurde netzpolitisch und juristisch massiv vorgegangen. Beatrix von Storch wollte das Stück verbieten lassen und Hassmails und Morddrohungen begleiteten monatelang die Aufführung.

Bei der Ursachenforschung vermutet der Theaterautor unbearbeitete Ängste und Feindbilder aus der Zeit der Wiedervereinigung. Viele Probleme aus dieser Zeit seien inhaltlich nie bewegt worden. Diese entlüden sich nun in radikalen Ansichten. Die AfD besetze Themen, die in die Mitte der Gesellschaft gehören, so Richter.

Theaterstück FEAR | Prozess zum Theaterstück 
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Bild: Kay Oppermann

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#rp16: Snapchat - Bilder und Videos für den Moment

Mit anderen Erlebnisse teilen, sein Erleben dokumentieren, einfach auf Sendung sein - so beschreibt der 14-jährige Schüler Joshua Arntzen seine Begeisterung für Snapchat.

Die neue App für Android und Apple Geräte ist vor allem bei Jugendlichen beliebt. Sie zeigt Bilder wie bei Instagram und erlaubt einfache Chats wie bei whatsapp". ABER - einen Tag nach dem Ansehen der Inhalte ist alles weg. Im Gegensatz zu gängigen Social Media Plattformen nimmt Snapchat die äußerliche und innerliche Verwandlung Jugendlicher ernst. 

Mit Instagram sollten die Fotos schön werden, mit Snapshat ist das egal, findet Joshua Arntzen. Das können ja andere nicht dauerhaft speichern und Screenshots seien bei Snapchatern ohnehin nicht cool, stellt der Schüler fest. "Mein späterer Arbeitgeber wird das nie sehen, und mir ist es egal, ob die NSA oder Obama das sehen, Hauptsache meine Freunde können darauf nicht zugreifen." 

Auf die Frage, ob er sich denn aus Datensicherheit nichts mache, antwortet der Schüler: "Meine Güte, wir leben im 21. Jahrhundert."

snapchat | Bericht der re:publica
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Bild: Kay Oppermann

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#rp16: gestartet


Die re:publica ten ist gestartet. Das Motto TEN rückwärts NET. Die Veranstaltung blickt auf 10 Jahre Netzpolitik und Bloggerszene zurück.

Im Jahr des ersten Treffens von Bloggern und Netzaktivisten 2007 starteten YouTube und der Kurznachrichtendienst Twitter.
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Bild: Kay Oppermann

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NEU: Kirchen und Gemeinden eintragen - dreifacher Nutzen

Die Evangelische Kirche in Deutschland bietet seit einigen Monaten mit der Kirchen-App und der EKD Kirchenlandkarte zwei Tools für die Auffindbarkeit von evangelischen Kirchengebäuden in Deutschland an. App und Landkarte bieten ähnliche Suchfunktionen quer durch Deutschland.

Eigene Kirche sichtbar machen

Auf wir-e lassen sich ab sofort Kirchen und die dazugehörigen Gemeinden komfortabel eintragen und ausgeben (Bild 2), so dass sowohl auf der eigenen Präsenz als auch in der Suche von wir-e die Kirchen angesehen werden können (Bild 1). Jeweils über Nacht werden die Daten mit der EKD Kirchen-App und der EKD - Kirchenlandkarte synchronisiert. So ist mit dem Eintrag ein dreifacher Nutzen verbunden. Und so geht es:

1. Eintrag starten
Auf Ihrer jeweiligen Präsenz finden Sie ab sofort rechts oben einen neuen Button zum Eintrag Ihrer Kirche (Bild 3). Bitte hier für den Eintrag einer Gemeinde und einer Kirche klicken. Achtung: Sollte keine Präsenz vorhanden oder geplant sein, lässt sich der Eintrag ebenso anlegen. Kirchen und angelegte Gemeinden werden mit und ohne Präsenz im System gelistet und an die Tools der EKD übergeben. Notwenig ist lediglich eine kostenlose Registrierung im System.

2. Gemeinde anlegen
Jede Kirche gehört zu einer Gemeinde. Daher ist es notwendig, vor dem Eintrag einer Kirche die zugehörige Gemeinde anzulegen. Klicken Sie dafür bitte auf der Übersichtsseite Ihrer Gemeinden und Kirchen (Bild 4) auf "Ihre Gemeinde eintragen" und füllen Sie die Eingabefelder vollständig aus (Bild 5). Speichern Sie.

3. Kirche anlegen
Sie können jeder Gemeinde beliebig viele Kirchen zuweisen. Klicken Sie bitte dafür auf "Ihre Kirche eintragen" und füllen Sie die Eingabefelder möglichst vollständig aus (Bild 6). Nutzen Sie gerne für die Kirchenbeschreibung die zur Verfügung stehenden Formatierungsmöglichkeiten. Wichtig Einträge sind am Ende des Formulars die postalische Adresse der Kirche und die URL eines Kirchenbildes. Kopieren Sie dafür mit der rechten Maustaste die Adresse eines im Web verfügbaren Kirchenbildes in das Eintragsfeld. Die Bildgröße wird vom System automatisch angepasst. Speichern Sie. 

4. Übergabe an die KirchenAPP
Sie sind fast fertig. Nun werden Ihre Gemeindedaten und ihre Kirchen an die KirchenAPP und die Kirchenlandkarte (Bild 7) übergeben. Da dieser Vorgang nachts initiiert wird, warten Sie bitte 24 Stunden, um Ihre Daten zu sehen.

5. Kirchen in Ihre Seite einbinden
Um Ihre Kirchen auf Ihrer Seiten oder Ihren Seiten anzuzeigen, klicken Sie bitte "Präsenz bearbeiten" und dann auf den Reiter "Module". Setzen Sie bitte einen Haken bei "Kirchen Modul auf Startseite anzeigen" (Bild 8). Ihre Kirchen werden danach im linken Bereich Ihrer Seite unter den Terminen und dem Team gelistet (Bild 9). Dies geschieht ohne Verzögerung.

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Bild: Screenshots wir-e.de

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Citycard ist rund um Hannover unterwegs

Die Citycard der Landeskirche Hannovers und des Diakonischen Werkes in Niedersachsen ist in und rund um Hannover unterwegs. Wenn Sie in Kneipen; Restaurants und öffentlichen Einrichtungen den Türspion im Kartenständer entdecken, achten Sie doch einmal auf das kleine Loch in der Mitte. Genau so sieht die Welt auf der anderen Seite der Tür aus.

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Bild: novum Werbemedien

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Schneller speichern - neuer Datenbankserver

"Wir sind evangelisch" hat einen neuen Datenbankserver bekommen. Die neue Technik ermöglicht ein schnelleres Speichern und Navigieren im System. Die Maßnahme war nötig geworden, da die Datenmenge und die Anzahl der gleichzeitigen Zugriffe auf das System stark angestiegen ist.

Wir hoffen, dass Sie den Geschwindigkeitszuwachs bei Ihrer Arbeit positiv bemerken und schneller News und Bilder ins Netz bringen können. Falls Sie Fragen und Anregungen zur Technik oder den Funktionen von wir-e.de haben, rufen Sie gerne an oder schreiben ein E-Mail.
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Bild: Oleksandr Delyk - Fotolia.com

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