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Auf dieser Seite können Sie Anmerkungen, Kritik, Lob und Fragen zur "Wir sind evangelisch hinterlassen. Zudem finden Sie Nachrichten zu Systemupdates, Neuerungen im System und Tipps zur Benutzung.

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#rp18: Bildrechte erneut wichtigstes Rechtsthema

Schon seit mehreren Jahren besuche ich auf der re:publica die Vorträge der Berliner Rechtsanwälte Feldmann und Krieg. Auch in diesem Jahhr hatten  die beiden gewitzten Berufskollegen viel Neues aus ihrer täglichen Arbeit mit Social Media Rechtfällen zu berichten. Zu meinem Erstaunen war das nicht die Datenschutzgrundverordnung und die sich in den letzten Wochen in Unternehmen aufheizende Panik vor abmahnfähigen Internetseiten. Die beiden Rechtsprofis kamen stattdessen beim Thema Bildrechte fast eine Stunde nicht über die ersten beiden Folien hinaus.

Erstes Problem: Auch die ansonsten wunderbare CC0 Lizenz  ist bei Bildern mit Vorsicht zu genießen, wenn der angebliche  Rechteinhaber das Foto nicht gar nicht gemacht, sondern auch "geklaut" hat. So können selbst Bilder aus der Datenbank von Pixabay zu Problemen führen, wenn sie durch eine Person bereitgestellt wurde, die keine Rechte am Bild hat.

Nächstes Problem: Abgemahnte Bilder auf Webseiten löschen reicht nicht. Geschildert wurde ein Fall, in dem erneut abgemahnt wurde, da das verbotene Bild per Google noch auffindbar war. Bitte also nicht nur die Bildeinbindung löschen, sondern im Ernstfall auch das tatsächliche Bild auf dem Server. Bitte auch an Backups denken. Sollte eines mit diesem Bild zurückgespielt werden, ist das alte Bild ja auch wieder online.

Vorsicht ebenso bei Clipdiensten wie CANVA. Die dort bereitgestellten Bilder und Hintergründe können trotzt scheinbar eindeutigem Hinweis nicht frei von Rechten sein. Hat der Dienst die Bilder scheinbar "geschenkt" bekommen, dies so vermerkt und den Nutzern bereitgestellt, haftet im Abmahnfall nicht der Dienst, sondern der Nutzer, der die Bildkomposition auf seiner Webseite benutzt. 

Fremde Bilder und Inhalte können im journalistischen Kontext jedoch bedenkenlos verwendet werden, wenn sie als Zitat ausgewiesen sind und über Sie oder zum Zweck der Illustration berichtet wird. Diese Regel gilt auch für Textzitate, bei denen es laut Feldmann und Krieg keine Längenbeschränkung gibt. Rechtssicher könnte also auch ein ganzes Buch zitiert werden, wenn es dafür ein journalistisches Interesse gibt.

Werbung muss immer gekennzeichnet sein, es gibt keine wertgrenze, 

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Bild: Digitale Agentur

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#rp18: Mit PEP E-Mails sicher versenden

Wie bereits in den vergangenen Jahren stelle ich hier ein paar Trends von der re:public 2018 in Berlin vor. Dieses aus einem Bloggertreffen herausgewachsene digitale Großereignisse bietet immer wieder erstaunliche Einsichten.

Dem Thema Verschlüsselung von E-Mails hat sich die als Genossenschaft organisierte Gruppe PEP gewidmet und möchte mit dem Vorgaben einer Ende zu Ende Verschlüsselung des Datenverkehrs auf der Basis eines aus der Gemeindeschaft erstellten Algorithmus die Interüberwachung erschweren.

Im Gegensatz zu anderen Schutzsystemen setzt die Initiative auf sich selbst konfigurierende Software, um den Einstieg so leicht wie möglich zu machen. Apps für Outlook und Android Smartphones existieren bereits. Eine iOS Lösung ist in Vorbereitung.

Website der Initiative
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Bild: Screenshot pep coop

vor 2 Monaten
seit 2006 kostenlos! - das vom BSI empfohlene gpg/gpg4win für Desktopsysteme. - Schulung? Grundkenntnisse? empfehlenswert heutzutage! aber erstaunlicherweise nie Thema bei #internettag und #digitalekirche. :)
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Martin wird Mönch - Teil 2 vom Sonntagsmaler


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Digitaler Adventskalender der Landeskirche

Zum 1. Dezember startet zum zweiten Mal unter der Adresse advent-e.de der digitale Adventskalender der Landeskirche mit Andachten von Vikarinnen und Vikaren aus dem Kloster Loccum. Die angehenden Pastorinnen und Pastoren haben ihre Gedanken zu Advent und Weihnacht mit dem Evangelischen Kirchenfunk in Niedersachsen (ekn) eingesprochen. Die Andachten können daher nicht nur gelesen, sondern auch angehört werden. Ab sofort lassen sich die Andachten auch abonnieren. Das Eintragen der E-Mail Adresse unter advent-e reicht für die tägliche Zusendung der Gedanken an jedem Dezembermorgen bis Weihnachten.

Über die Kirchenkreisämter erhält jede Gemeinde der Landeskirche in den nächsten Tagen Adventskarten mit dem Hinweis auf Advent-e. Die Karten können kostenlos im Sekretariat der Internetabteilung (nach)bestellt werden. Kontakt: Marion Becker, 0511 1241-781, marion.becker@evlka.de.
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Bild: Motive: margie / photocase.com, ulf thürmann / photocase.com, schulzfoto/fotolia.de, sara_winter/fotolia.de

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Darstellung von Tabellen für Pläne ab sofort möglich

Ab sofort ist es in "Wir sind evangelisch" möglich, Gottesdienstpläne tabellarisch darzustellen. Jede Inhaltsseite besitzt eine Button für die Erstellung einer Tabelle mit der Möglichkeit, Zeilen und Spalten auszuwählen. Die Tabelle kann danach händisch gefüllt werden.

Die Ausgabe der Tabelle erfolgt mit einem lila Kopf und grauen Feldunterteilungen.
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Bild: screenshot wir-e.de

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#rp16: Wir können alles. Außer Hochdeutsch.


Wussten Sie, dass das Bundesland Baden-Württemberg schon seit 1999 mit dem Slogan „Wir können alles. Außer Hochdeutsch.“ wirbt? Auf der re:publica waren drei Mitarbeiter des Staatsministeriums Abteilung Landesmarketing und Veranstaltungen angetreten um zu zeigen, wie mit ganz viel Stolz und eben soviel Selbstironie selbst eine Behörde in Social Media erfolgreich sein kann. Zur digitalen Strategie des Ministeriums gehörte zunächst eine Webseite mit einer Suchmaschine für all das, was ein Neuzugezogener sucht: Schulen, Kindergärten, Gastronomie, Einkaufsmöglichkeiten ...

Für Facebook hatte sich das kreative Team flotte Sprüche ausgedacht: Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern grenzen an ein Wunder: Baden-Württemberg. Dazu kam "Unnützes Wissen": Die erste Fahrerlaubnis Deutschlands wurde von einem badischen Bezirksamt erstellt. Sie ging an Carl Benz. Alles nachzulesen auf der Facebookseite des Landes. Zu dieser Strategie gehörten ebenso witzige Kurzvideos unter dem Titel "Was wäre die Welt ohne Baden-Württemberg" 

Ein besonderer Geniestreich: Die Landesgrenze wird verschoben. Einwohner mit Häusern an der neuen Grenze gehören nun zu einem anderen Bundesland. Video schauen und  mitschmunzeln! Sehr gelungen!
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Bild: Kay Oppermann

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#rp16: Früher Kindererziehung und heute Körperverletzung

"Was früher Kindererziehung war, ist heute Körperverletzung." stellt Prof. Dr. Thomas Fischer in seinem Vortrag  zu Strafrecht, Wahrheit und Kommunikation fest und nimmt die strafrechtliche Verfolgung der Ereignisse am Kölner Dom in der Silvesternacht 2015/2016 aufs Korn. Hier von Lücken im Strafrecht zu sprechen und gerade im Sexualstrafrecht immer neue Regelungen zu fordern, ist aus seiner Sicht falsch. Wenn sich Tatvorgänge nicht rekonstruieren ließen, Zeugen fehlen und Aussage gegen Aussage steht, lässt sich die Wahrheit nicht herausfinden, so Fischer. Bei Sexualdelikten gelte zudem eine dermaßen lange Verjährung, dass Taten auch nach 20 Jahren noch angezeigt werden könnten. Um solche Fälle zu beurteilen, nütze keine Gesetzesergänzung, es fehlten schlicht die Indizien. Ein lückenloses Strafrecht sei, so Fischer eine Horrorvorstellung in einem totalitären System. Jede Situation strafrechtlich zu beurteilen könne nur für Staaten wie Nordkorea attraktiv sein. 

Abrechnung mit Gerichtsberichterstattung

Eine regelrechte Abrechnung hatte sich der leitende Jurist in seine Rede für die re:publica geschrieben. In den meisten Fällen würden völlig unqualifizierte Reporter einseitig berichten und noch nicht einmal im Stande sein, Sachverhalte fehlerfrei darzustellen, ohne ein eigenes Urteil einzutragen. Gerichtsberichterstattung ist nach Fischer oft einseitig, subjektiv und würde Zusammenhänge zu stark verkürzen. Im Internet würde die begrenzte Wahrnehmung weiter segmentiert und in Neigungsgruppen weiterdiskutiert. Wahrgenommen würde, was jeder einzelne wahrnehmen möchte.

Auf die Frage, wie diese Segmentierung und Verkürzung in Internetmedien zu verhindern sei, hatte der Vorsitzende des Bundesgerichtshofes jedoch keine Antwort.

Meine Meinung: Hier gilt wohl wie schon immer: intensive Quellen studieren, Herkunft und Abhängigkeit der Quellen prüfen, eigene Meinung als solche kenntlich machen. Ich erinnere mich an die Erzählung eines Kollegen, der gleich am ersten Tag seines Volontariates zur Berichterstattung ins Gericht geschickt wurde. Es ist nachvollziehbar, dass bei dieser Redaktionspraxis Berichterstattung nicht abgeklärt sondern emotional geschieht.

Seite von Thomas Fischer | Fischer im Recht | Bundesgerichtshof

Bild: Prof. Dr. Thomas Fischer, Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe, Bild: Kay Oppermann

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#rp16: Wenn der Traktor ganz allein über den Acker pflügt

Das ist längst Gegenwart in Niedersachsen: Traktoren mit gigantischen Motoren und eindrucksvollen technischem Gerät an der Hydraulik bearbeiten völlig selbständig riesige Ackerflächen. Ihre Wege auf dem Feld werden per Satellit kontrolliert und sind bei der Bodenbearbeitung bis auf zwei Zentimeter genau. Die ausgebrachten Düngemittel oder das zu säende Getreide wurde vorher aufgrund der Bodenbeschaffenheit in der Menge festgelegt. Bodenproben haben eine genaue Karte möglich gemacht, auf deren Grundlage die Maschinen per auf dem Traktor installiertem Computer die Menge je nach Teilfläche regeln.

"Viele Landwirte haben ihre Berechnungscomputer noch auf dem eigenen Hof stehen," erklärt Daniel Werner von der in Hannover ansässigen Firma Agravis Raiffeisen AG, einer der fünf größten Unternehmen für Landwirtschaftstechnik in Deutschland. In der von Daniel Werner prognostizierten Landwirtschaftszukunft werden die gemessenen Bodenwerte in Echtzeit in die Cloud geladen und von dort auf die jeweiligen landwirtschaftlichen Maschinen geschickt. Dass viele Bauern heute noch mit einem USB-Stick vom Haus zum Traktor laufen, hält er für antiquiert.

Landwirtschaft 4.0 statt Bauernschläue

Landwirtschaft 4.0 ist an die Stelle von "Bauernschläue" getreten, Algorithmen für die beste Ernte lösen Erfahrungswerte umsichtiger Landwirte ab. Dies wirke, so der Landwirt aus Hannover, auf viele Aussenstehende fast irreal. In vielen Köpfen sei das Bild eines Hanomagschleppers mit kleinem Pflug fest eingebrannt.

"Was glauben Sie", fragt Daniel Werner in den mit 500 Gästen voll besetzten Saal der re:publica, "wieviel ein kleinerer Trecker mit 165 PS heute kostet?" Nur wenige tippen auf die tatsächlichen 150.000 Euro. "Früher galt, dass man für 1 PS 1000 DM ausgeben musste. Die Preise sind enorm gestiegen", stellt Werner fest. 

Erstaunlich für mich: Fragen zu Milchpreisen, den Existenzängsten der Landwirte und einer sich immer mehr von der klassischen Landwirtschaft entfernenden, sich Intuition und dem Leben im Einklang mit der Natur entziehendem Leben, gibt es an diesem Tag nicht. "Im nächsten Jahr erzähle ich etwas über Robotik in der Landwirtschaft." schließt der Produktmanager seinen Vortrag. Beeindruckte Gesichter, lauter Applaus.

Agravis NetFarming | Video teilflächenspezifische Aussat
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Bild: Daniel Werner, Agravis Hannover, Bild: Kay Oppermann

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#rp16: Cargo Kulte

"Wenn ein Kind eine fünf im Zeugnis hat, gibt man ihm Nachhilfe. Wenn eine Firma ganz schlecht in etwas ist, dann schreibt man es auf eine Tasse. Dort steht dann TEAM oder WIN." Der Mathematikprofessor Gunter Dueck ist mit solch treffenden Beispielen in seinem Element. Als Mathematiker, Philosoph und vor allem genialer Redner deckt er auf der re:publica 2016 die Hintergründe sogenannter Cargo Kulte auf. Dahinter verbergen sich ursprünglich in Melanesien bekannte Ersatzreligionen, die heilbringende Offenbarungen an religiös überhöhte Alltagsgegenstände binden. Ihr Ursprung liegt für die Ureinwohner im Südpazifik in für sie fremden Gegenständen und Handlungsweisen von weltlichen Besuchern oder Besetzern. 

Ein solcher "Tassenkult"  im Unternehmen in Anlehnung an die Cargo Kulte in Melanesien sei jedoch erfolglos, so Dueck. Schließlich haben die Teams, die aus den Tassen trinken sollen, längst ihre Pflicht getan. Besonderes Kopfschütteln löst bei Dueck die erfolglose Analyse von Prozessen durch Umfragen mit feststehendem Ergebnis aus. "Man tut, als täte man Wissenschaft." so Dueck. Die Umfragen würden unklar gestellt, Änderungen nicht eingearbeitet und die Ergebnisse falsch interpretiert. Am Ende kommt dann noch ein Privatsender und macht daraus eine allgemeine Aussage. Niemand merke, dass Korrelation keine Kaussalbeziehungen seien.

Fatal sei dieses Vorgehen ebenso in der Politik. Dort würden Studien angeordnet, deren Ergebnis längst klar ist. Besonders dumm sind nach Dueck auch Leuchtturmprojekte, die klare Erkenntnisse nicht allgemein umsetzen, sondern in kleine Projekte verschieben. "Wenn man nicht arbeiten will, macht man ein Leuchtturmprojekt. Wir regen uns immer auf, wenn nichts passiert, aber sind zufrieden, wenn Aktivität simuliert wird."

Managementsitzungen laufen nach Dueck immer nach dem gleichen falschen Schema ab. Erst komme jemand, der um Begeisterung wirbt. Danach werden die Finanzen diskutiert und die Stimmung heruntergemacht. Danach sollen Ideen entwickelt werden. "Was soll dabei herauskommen?", fragt der Mathematiker. Unternehmen versprechen dann: "Wir bauen den ganzen Konzern um, aber an Ihrem Arbeitsplatz ändert sich natürlich nichts ... solange er noch da ist." 

Omnisophie | Gunter Dueck auf YouTube | Persönlichkeitstests
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Bild: Prof. Dr. Gunter Dueck, Bild: Kay Oppermann

Andreas Overdick vor etwa 2 Jahren
Das habe ich aber gern gelesen!
Der leichte Anklang "bekannter" Firmen und Institutionen mit ihren "Tassenkulten" wird in mir nachklingen!
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